Bauchfett ab 40 – warum es sich verändert und was wirklich hilft
- Katharina Winner

- 6. März 2025
- 2 Min. Lesezeit

Ich kann mich noch gut erinnern, wie meine Mutter sich mit Anfang 40 darüber beschwerte, dass sich ihr Körper plötzlich ganz anders anfühlte. Besonders ihr Bauch störte sie – er wurde runder, während gleichzeitig ihre Brüste voller wurden. Sie hatte das Gefühl, ihr Körper gehorche ihr nicht mehr. Und genau das höre ich heute von so vielen Frauen: Plötzlich setzen sich Fettpolster an anderen Stellen an, bisherige Strategien zur Gewichtskontrolle greifen nicht mehr, und das Selbstbild gerät ins Wanken. Man fühlt sich plötzlich alt, behäbig und unförmig. Doch warum ist das so? Und viel wichtiger: Was können wir dagegen tun?
Warum verändert sich unser Bauch ab 40?
Die hormonellen Veränderungen in den Wechseljahren sind maßgeblich daran beteiligt. Östrogen, das in jüngeren Jahren unter anderem dafür sorgt, dass sich Fett eher an Hüfte und Oberschenkeln sammelt, nimmt ab – und das bedeutet, dass der Körper Fettreserven zunehmend am Bauch anlegt. Gleichzeitig verlangsamt sich der Stoffwechsel, und wenn wir weiter essen wie mit 30, nehmen wir automatisch zu.
Doch das ist nicht nur ein ästhetisches Problem: Bauchfett, insbesondere das sogenannte viszerale Fett, das sich um die Organe legt, ist hormonell aktiv und begünstigt Entzündungen im Körper. Es erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes und sogar Demenz. Kein Wunder also, dass es nicht nur ums Wohlfühlen in der Jeans geht – sondern um unsere langfristige Gesundheit.
Warum funktionieren alte Strategien nicht mehr?
Viele Frauen versuchen, ihr Gewicht mit den Methoden zu kontrollieren, die früher funktioniert haben: Weniger essen, mehr joggen, Kalorien zählen. Doch das allein reicht nicht mehr, denn unser Körper spielt nach neuen Regeln. Entscheidend sind jetzt drei Faktoren:
Hormonbalance wiederherstellen: Unser Hormonhaushalt beeinflusst, wie und wo wir Fett speichern. Chronischer Stress lässt den Cortisolspiegel steigen, was wiederum die Fettspeicherung am Bauch begünstigt. Entspannung, guter Schlaf und bewusste Pausen sind jetzt essenziell.
Training anpassen: Endlose Cardio-Einheiten bringen wenig, wenn sie den Körper zusätzlich stressen. Krafttraining wird immer wichtiger, um Muskelmasse zu erhalten und den Stoffwechsel anzukurbeln. Kombiniert mit gezielten Intervall-Workouts ist das der effektivste Weg, um Bauchfett zu reduzieren.
Ernährung gezielt optimieren: Eine proteinreiche Ernährung hilft, Muskeln aufzubauen und satt zu bleiben. Gleichzeitig sind gesunde Fette und komplexe Kohlenhydrate wichtig, um den Blutzuckerspiegel stabil zu halten. Radikale Diäten verschlimmern das Problem oft, weil sie den Stoffwechsel weiter drosseln.
Bauchfett als Chance – dein Körper will mit dir reden
Es ist leicht, sich über die Veränderungen des Körpers zu ärgern – aber vielleicht sollten wir sie als Einladung verstehen. Unser Körper sagt uns jetzt deutlicher als früher, was er braucht. Statt dagegen anzukämpfen, können wir ihn unterstützen: mit gezieltem Training, stressreduzierenden Maßnahmen und einer Ernährung, die unsere Hormone ins Gleichgewicht bringt.
Ich weiß, dass es sich anfangs frustrierend anfühlen kann. Aber wenn du die richtigen Stellschrauben drehst, wirst du nicht nur schlanker, sondern auch energiegeladener, stärker und selbstbewusster. Denn das eigentliche Ziel ist nicht ein flacher Bauch – sondern ein gesunder Körper, in dem du dich wohlfühlst.
🔥 Hast du diese Veränderungen bei dir auch bemerkt? Teile deine Erfahrungen in den Kommentaren!



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