Bewegung bei Erschöpfung – warum sie dir sofort helfen kann
- Katharina Winner

- 10. Sept. 2025
- 2 Min. Lesezeit

Meine eigene Erfahrung mit Bewegung
Schon als Jugendliche habe ich Bewegung geliebt. Ich war im Turnverein, bin im Wald spazieren gegangen, habe Jazzdance gemacht, war laufen, bin Rad gefahren – und habe mich einfach ausprobiert. Es ging mir nie darum, meinen Körper zu optimieren oder mich in irgendein Ideal zu pressen. Sondern immer nur darum: Wie fühle ich mich danach?
Und die Antwort war fast immer dieselbe: besser.Manchmal musste ich mich am Anfang überwinden, aber wenn ich in Bewegung kam, merkte ich schnell – es tut mir gut.
Besonders in Momenten, in denen ich überfordert war, wenn mir alles im Außen zu laut wurde, wenn ich emotional nicht weiterwusste oder mich ungerecht behandelt gefühlt habe, war Bewegung meine Rettung. Ein Spaziergang, ein Tanz, eine Runde Joggen – danach fühlte ich mich immer klarer, ruhiger, mehr bei mir. Bewegung hat mich zurückgebracht in meinen Körper und damit auch in meine innere Stärke.
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Du bist erschöpft, möchtest dich am liebsten auf die Couch legen und einfach gar nichts mehr tun. Dein Kopf sagt: „Keine Energie mehr.“Und trotzdem – wenn du es schaffst, dich aufzuraffen, wenn du auch nur für ein paar Minuten losgehst – ein Spaziergang, ein paar Dehnübungen, vielleicht Tanzen oder Radfahren – merkst du: es verändert etwas.
Ein Spaziergang in der Natur kann wahre Wunder bewirken. Denn es geht nicht um Leistung oder Optimierung, sondern um das, was Bewegung in dir auslöst.
Was im Körper passiert, wenn du dich bewegst
Bewegung wirkt nicht nur oberflächlich. Sie verändert etwas in der Tiefe.
Deine Atmung wird tiefer, dein Herzschlag passt sich an – dein ganzer Kreislauf kommt in Schwung.
Deine Muskeln lockern sich, Verspannungen lösen sich – gerade im Nacken oder Rücken.
Dein Nervensystem schaltet um, Stresshormone werden abgebaut, Glückshormone ausgeschüttet.
Deine Gedanken kommen in Bewegung – du verlässt den Ort, an dem du festgesteckt hast.
So entsteht wie von selbst ein Perspektivwechsel. Du fühlst dich klarer, strukturierter und innerlich ruhiger.
Bewegung als Sprache deines Körpers
Bewegung ist mehr als ein Training. Sie ist die Sprache deines Körpers.Dein Körper sendet dir ständig Zeichen: Verspannung, Müdigkeit, Schwere, Unruhe. Oft haben wir verlernt, diese Signale zu hören.
Als Kinder war das noch selbstverständlich. Wir haben uns bewegt, wenn wir unruhig waren, wir sind gelaufen, gesprungen, geklettert – einfach, weil unser Körper es brauchte. Diese Fähigkeit steckt immer noch in uns. Wir dürfen sie uns zurückholen.
Bewegung verbindet uns mit unserer Körperintelligenz – mit dem Wissen, das schon da ist.
Mein Fazit
Egal ob du müde bist, dich erschöpft fühlst oder denkst, du hättest keine Energie – sanfte Bewegung bringt dich sofort in eine andere Stimmung.Nicht Marathon, nicht Leistung, sondern kleine, einfache Dinge: ein Spaziergang, ein paar Dehnungen, Tanzen zu deiner Lieblingsmusik oder eine Runde Radfahren.
Bewegung ist Selbstfürsorge. Sie bringt dich zurück in deinen Körper – und von dort zurück in deine innere Stärke.
👉 Und jetzt zu dir: Hast du das auch schon erlebt – dass es dir nach Bewegung besser geht, selbst wenn du dich vorher überwinden musstest?



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