Schleichende Erschöpfung & schlechter Schlaf
- Katharina Winner

- 4. Aug. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Warum dein Körper nicht zur Ruhe kommt – und was du tun kannst

„Ich bin eigentlich ständig müde – das Einzige, was ich mir wünsche, ist mal wieder richtig durchzuschlafen.“
Diesen Satz höre ich oft. Und vielleicht erkennst du dich darin wieder: Du gehst früh genug ins Bett, schläfst manchmal sogar ein – aber irgendwann ist die Nacht vorbei. Du wachst auf. Gedanken kreisen. Und dein Körper fühlt sich an, als hätte er gar nicht geschlafen.
Was ist da los? Warum scheint selbst Schlaf dich nicht mehr zu erholen?
Schlafen – und trotzdem erschöpft?
Viele Menschen glauben, sie hätten genug geschlafen – weil sie sieben oder acht Stunden im Bett lagen. Aber dein Körper unterscheidet nicht nach Zeit, sondern nach Qualität. Es reicht nicht, im Bett zu liegen. Du brauchst Tiefschlaf, Entspannung, Regulation.
Doch genau das fehlt oft. Und zwar nicht wegen „des Alters“ – sondern weil dein Nervensystem nicht abschalten kann.
Dein Körper liegt im Bett – aber dein Nervensystem läuft weiter
Vielleicht schläfst du ein. Aber mitten in der Nacht wirst du wach – und dein Kopf springt sofort an. To-do-Listen. Grübeleien. Sorgen. Und du findest einfach keinen Weg zurück in die Ruhe.
Was viele nicht wissen: Dein Körper braucht Sicherheit, um loslassen zu können. Wenn du den ganzen Tag im Funktionsmodus bist – unter Strom, unter Druck, in ständiger Anspannung – dann bleibt dein System auch nachts aktiv.
Der Grund: Cortisol – dein Stresshormon. Es hält dich wach, lässt dich auf kleinste Reize reagieren, hemmt die Tiefschlafphasen. Selbst wenn du müde bist, bleibt dein inneres System auf Alarm.
Warum Alkohol beim Einschlafen scheinbar hilft – aber den Schlaf zerstört
Viele Menschen trinken abends ein Glas Wein oder Bier, um besser abzuschalten.Und ja – es wirkt.Zumindest fürs Einschlafen.
Aber: Alkohol unterbricht deine Tiefschlafphasen. Er senkt den Cortisolspiegel nur kurzfristig – danach schießt er wieder hoch. Das Ergebnis: Du wachst auf. Unruhig. Mit Herzklopfen. Und der Kopf springt sofort an.
Vielleicht kommt dir das bekannt vor.
Was dein Körper wirklich braucht: Regulation statt Funktionieren
Dein Körper wünscht sich nicht nur Schlaf. Er wünscht sich Entlastung. Sicherheit. Verbundenheit.
Das Nervensystem reguliert sich nicht erst abends im Bett – es braucht über den Tag verteilt kleine Signale: Du bist sicher. Du darfst loslassen. Du musst gerade nichts leisten.
Viele denken, Entspannung sei ein netter Bonus. Dabei ist sie – gerade bei chronischer Erschöpfung – eine körperliche Notwendigkeit.
3 kleine Schritte, die dein System beruhigen
Wenn du wirklich etwas verändern willst, braucht es keine radikale Umstellung.Sondern erste bewusste Schritte – achtsam, alltagstauglich und wirksam:
1. Licht am Morgen statt Snooze
Geh morgens kurz ans Tageslicht – auch bei Wolken. Es reguliert deinen Cortisol-Takt. Der Körper versteht: Der Tag beginnt. Ich bin im Rhythmus.
2. Mini-Check-in am Nachmittag
Nimm dir um 15 Uhr eine Minute.Augen schließen. Atmen. Fühlen: Wie geht’s mir? Was brauche ich jetzt?Das holt dein System raus aus dem Autopiloten.
3. Körper-Scan statt Handy vorm Schlafen
Leg dich ins Bett, schließe die Augen und geh gedanklich durch deinen Körper. Von den Füßen bis zum Kopf. Wertfrei spüren, einfach da sein. Das beruhigt dein Nervensystem sanfter als jedes Display.
Du bist nicht allein – und du musst nicht so weitermachen
Viele Menschen denken, schlechter Schlaf sei „normal“. Ein Preis, den man für das Leben im Dauerstress eben zahlt.
Aber das stimmt nicht. Dein Körper sendet Signale – nicht, weil du versagst. Sondern weil er dich schützen will.
Ich begleite dich, wenn du spürst: So geht es nicht weiter. Du willst raus aus der Erschöpfung – und zurück in Verbindung mit dir.
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Oder starte mit einem ersten Impuls-Gespräch – deinem Walk & Talk.
Du darfst wieder schlafen. Du darfst dich wieder spüren. Und du darfst dich entscheiden – für dich.



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