top of page

Warum Abnehmen ab 40 anders funktioniert – und warum das eine Chance ist

  • Autorenbild: Katharina Winner
    Katharina Winner
  • 6. Feb. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Besonders der Anfang der Wechseljahre kann sich zeitweise recht stürmisch anfühlen
Besonders der Anfang der Wechseljahre kann sich zeitweise recht stürmisch anfühlen

Ich habe Sprüche wie „Ab 30 musst du anders trainieren!“ oder „Ab 35 verändert sich dein Körper wirklich und es wird voll schwer, dein Gewicht zu halten!“ nie gemocht. Solche Aussagen kamen für mich immer als Angstmache rüber – und darauf reagiere ich allergisch! 😉 Ich mag Lösungen, suche nach Möglichkeiten und will meinen eigenen Weg finden.


Tatsächlich war ich in einer emotional stressigen Phase, als ich merkte, dass mein Körper sich veränderte. Nach meinem Vater war auch meine Mutter gestorben, ich versuchte, meine Trauer zu verarbeiten, ein Erbe auseinanderzudividieren (bei wem funktioniert das friedlich?!), gleichzeitig hatte ich meine Familie mit Bedürfnissen und Wünschen – und natürlich noch meine Arbeit. Dass ich schlecht schlief und emotional nicht gerade stabil war, hat mich nicht gewundert.

Als ich immer mehr zunahm, habe ich erst mal das gemacht, was früher immer funktioniert hat: etwas weniger essen und mehr Sport. Ich habe mir eine Yoga-App heruntergeladen, um täglich „Workouts“ zu machen. Weil ich mich so gestresst fühlte und mein Mann auch beruflich viel unterwegs war, habe ich abends öfter Alkohol getrunken, um zu entspannen – und das wollte ich nicht einschränken.


Immer mehr Kleidungsstücke wurden enger, also griff ich zu Oversize-Klamotten, um meinen Bauch zu kaschieren. Als wir im Urlaub waren und ich auch dort täglich Yoga machte, sah ich mich auf einem Foto im Bikini – und erkannte mich selbst kaum wieder. Von meinen sportlichen Ambitionen war nicht viel zu sehen.

Da ich meine Periode zu dem Zeitpunkt noch total regelmäßig bekam, habe ich hormonelle Veränderungen der Wechseljahre bei mir nicht vermutet – so alt war ich doch noch gar nicht! Doch nach Gesprächen mit meiner Gynäkologin und ausführlicher Recherche habe ich meine Ernährung und mein Training massiv umgestellt.


Warum dein Körper sich ab 40 verändert – und wie du ihn unterstützen kannst

Ab ca 40 beginnt unser Hormonhaushalt sich zu verändern – selbst wenn wir noch regelmäßig unsere Periode haben. Östrogen und Progesteron nehmen langsam ab, während der Cortisolspiegel durch Stress oft erhöht ist. Das hat mehrere Auswirkungen:

✔ Stoffwechselverlangsamung: Dein Körper verwertet Energie anders als früher, und das klassische „weniger essen, mehr bewegen“ funktioniert oft nicht mehr so gut wie mit 30.

✔ Insulinresistenz steigt: Viele Frauen entwickeln eine erhöhte Insulinempfindlichkeit, was zu mehr Heißhunger und einer leichteren Fettzunahme, besonders am Bauch, führen kann.

✔ Muskelabbau nimmt zu: Ohne gezieltes Krafttraining verlieren wir mit zunehmendem Alter Muskeln, was den Grundumsatz weiter senkt.

✔ Schlafstörungen: Hormonelle Schwankungen können den Schlaf beeinträchtigen, was wiederum zu mehr Appetit und Heißhunger auf Zucker und Kohlenhydrate führen kann.

✔ Stress verstärkt die Gewichtszunahme: Ein erhöhter Cortisolspiegel (Stresshormon) kann dazu führen, dass der Körper Fett speichert, insbesondere in der Bauchregion.


Die gute Nachricht: Du kannst das beeinflussen!

Anstatt gegen deinen Körper zu kämpfen, kannst du lernen, mit ihm zu arbeiten:

👉 Krafttraining statt Ausdauer-Fokus: Muskelaufbau hilft, den Stoffwechsel aktiv zu halten und den Hormonhaushalt zu stabilisieren.

👉 Proteinreiche Ernährung: Proteine unterstützen den Muskelerhalt und sättigen länger.

👉 Blutzuckerspiegel stabilisieren: Weniger schnelle Kohlenhydrate, mehr gesunde Fette und Proteine helfen, Heißhungerattacken zu vermeiden.

👉 Stressreduktion bewusst einplanen: Meditation, Atemübungen oder einfach Spaziergänge helfen, den Cortisolspiegel zu senken.

👉 Schlaf priorisieren: Eine stabile Abendroutine, weniger Bildschirmzeit am Abend und Magnesium können den Schlaf verbessern.


Mittlerweile weiß ich, dass wir in dieser Phase die Vorzeichen für unser Altern noch einmal komplett in der Hand haben. Wir können jetzt beeinflussen, wie fit, beweglich und gesund wir in 20, 30 oder sogar 40 Jahren sein werden. Wenn wir das verstehen und diese angepasste Ernährung sowie das andere Training nicht als Strafe empfinden, können wir unsere Motivation definitiv verändern – weil wir nicht „gegen“ unseren Körper arbeiten, sondern für unsere langfristige Gesundheit.


Ich habe meinen Körper neu verstanden und neue Strategien entwickelt – und das hat alles verändert. Heute fühle ich mich wieder wohl und spüre, wie mein Körper mit mir arbeitet, nicht gegen mich.


Falls du dich gerade in einer ähnlichen Situation wiedererkennst: Du bist nicht allein! Dein Körper verändert sich – aber du kannst das als Chance sehen, neue Wege zu finden, die nicht nur dein Gewicht beeinflussen, sondern dein gesamtes Wohlbefinden. 💛

✨ Hat dir dieser Artikel geholfen? Dann teile ihn gerne oder schreib mir in die Kommentare, welche Erfahrung du gemacht hast! ✨

 
 
 

Kommentare


bottom of page